Wie gewonnen, so zeronnen...

Veröffentlicht auf von Florian Kemmer

So groß meine Freude letzte Woche über das Fahrrad war, so groß war meine Enttäuschung diese Woche. Zu Beginn der Woche löste sich eine Speiche, kam in die Schaltung und vorzog diese komplett. Leider wurde dabei ein Zahnrad der Schaltung abgebrochen. Diagnose: wirtschaftlicher Totalschaden. Also begann ich erneut zu werkeln. Mit Amy´s Erlaubnis, ALLE Teile, die ich finden kann auch verwenden zu dürfen, war mein Ehrgeiz neu angestachelt. Ich schraubte die Räder auf einen alten Rahmen, reparierte Bremse und Sattel, und war mit dem Ergebnis zufrieden, bis sich vorhin – auf dem Weg zum Pubquiz – das Hinterrad gelöst hat. Es war wohl nicht fest genug angeschraubt. Genug Details über meine Räder, Fakt ist, dass ich noch immer keines habe!

Mittwoch und Donnerstag Abend war Tag der offenen Tür im College, was hieß freundlich sein, lächeln und die Schule verkaufen. Neben meinen Kolleginnen waren auch viele Schüler da, die die Fragen potentieller Schüler und deren Eltern beantworteten.

Außerdem war ich diese Woche beim Friseur. Bemerkenswert daran war, dass die Friseuse mit einer Seelenruhe so gut wie jedes Haar einzeln geschnitten hat und nur ganz am Schluß die Maschine benutzt hat.

Am Freitag mußte ich meinen Zwölftklässern Noten für Bemühungen und Fortschritt geben. Das Hills Road College funktioniert ein bischen wie eine Lernfabrik. Jeder Schüler ist registriert und hat eine eigene Akte, die jeder Lehrer online einsehen kann. Außerdem hat jeder Schüler einen Tutor, der in Rücksprache mit den Lehrern die Fortschritte der Schüler überwacht sowie eventuelle Probleme versucht zu Lösen. Die Tutoren sind eine Instanz außerhalb des Stundenplans und ich glaube sie sind sinnvoll. Wenn ich morgens meine mails checke, sehe ich auch, ob mir ein Tutor eine Nachricht geschrieben hat. Das kann ein positives Feedback, aber auch eine Rückmeldung über einen Schüler sein. Diese reichen von Informationen über Krankheiten (Legasthenie, Tourette) bis zu Informationen über die Hausaufgaben der Schüler. Die Tutoren – ich vermute Psychologen – halten Kontakt mit den Eltern und Begleiten die Schüler. Wäre das nicht eine Idee um potentielle Amokläufer frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen?

Sportlich gesehen folgte auf Regen Sonnenschein. Nachdem ich mir am Samstag 6 Stunden ans Bein geschmiert habe für 3 Stunden Fahrt, 90min. 7:0-Klatsche bei der ich immerhin linker Verteidiger einer Viererkette spielen durfte (Fachkundige schmunzeln jetzt zurecht) gab es heute eine Handball-Gala. Wir haben dem Favoriten Great Danes einen Punkt abgerungen, der sich wie eine Niederlage anfühlte. Beim Stand von 23:23 und eigenem Ballbesitz nahm ich die Auszeit in der letzten Spielminute. Tenor: Ball halten, Foul ziehen, bei 10 Sekunden kommt die Ansage, dann Kempa versuchen. Kurz vor dem Ende holt unser Kapitän einen 7m raus, den wir verwandeln. Im letzten Angriff kriegt Great Danes einen Freiwurf, sowie völlig unverständlich fünf Sekunden Spielzeit zugesprochen. Man ahnt es schon: Freiwurf, Paß in unseren 6m-Kreis, Kempa, Ausgleich. Trotzdem geiles Spiel mit einer hammermäßigen 3:2:1-Deckung, hat echt Laune gemacht.     

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G
<br /> "...some stern words..." DER WAHNSINN! Der Flo hat seinen Spielern einen Einlauf verpasst, wie sie ihn wohl vorher NOCH NIE bekommen hatten!<br /> C'mmon, Bavarian Florian Kemmer!<br /> <br /> <br />
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