Tage der Erkenntnis
Puh, die ersten Tage hier sind rum, und wenn ich mal befürchtet hatte, es könnte langweilig werden, wurde ich eines Besseren belehrt. Bisher hat noch jeder neue Tag eine Erkenntnis mit sich gebracht. Am Donnerstagmorgen wollte ich den Kardinalsfehler - am ersten Arbeitstag zu spät kommen - unbedingt vermeiden. Es hat mit einem zugedrückten Auge geklappt, wobei der Erkenntnisgewinn darin lag, dass in der richtigen Straße sein noch lange nicht am richtigen Ort sein heißt. Ich kam also schon leicht angeschwizt (Kadinalfehler 2 ?) nach einem gefühlten Milenmarsch am Kollege an, wo schon meine drei neuen Kolleginnen, zwei Franzözinnen und eine Spanierin, sowie Mandy, die Französischlehrerin auf mich warteten. Der erste Tag bestand aus ziemlich viel Papier-krims-krams, Steuerbefreiungsantrag, Arbeitsvertrag, criminal record, usw. uns wurde die Schule gezeigt, die Lehrer wurden uns vorgestellt, viele neue Eindrücke eben. Der Freitag bestand hauptsächlich darin, die Klassen zu beobachten, wobei die Erkenntnis des Freitags eindeutig war, dass man Deutsch lernen kann. Ich war zwar etwas amüsiert von der Aussprache, aber am meisten eben doch überrascht, eine Klasse Engländer über Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" diskutieren zu hören. Leider habe ich mich etwas erkältet, so dass ich Freitag Abend mit Tee vorm Frenseher verbracht habe. 60 Kanäle nützen einem auch nichts, wenn nur Schrott kommt, ich hoffte schon, als die digitale Anzeige bei ESPN Frannkfurt-Schalke anzeigte, aber, klar, kam nix. Ich denke, mit der Matrix war ich gut bedient. Der Samstag brachte leider die, um ehrlich zu sein schon gefühlte, Erkenntnis, dass Ordnung und Sauberkeit meinen Mitbewohnern nicht ganz so wichtig sind wie offensichtlich mir. Ich stand in der Küche also vor der Entscheidung: Auch die Sachen der anderen Spülen, oder die Unordnung ertragen und mich ständig drüber ärgern. Am Samstag hab ich gespühlt, aber ich glaube, ich werde mich einfach mit der Unordnung arrangieren. Wer auch immer mal vorbei kommen will, Etwas Ekel zuhause lassen, kostet eh nur Übergepäck...
Der Samstag Abend war sensationell, ich traf erst Karo, eine Komillitonin aus Wü die hier studiert, dann trafen wir Antonia, eine Kommillitonin aus Wür die auch Assistant Teacher ist. Antonia hatte zwei weitere Assistants dabei, eine Österreicherin und eine Spanieren. Also machten wir uns auf in einen Pub, wo wir einen gemütlichen Abend verbrachten. Später kamen noch weitere Menschen hinzu, die Freunde eines Mitbewohners, oder jemand der Antonia ein Zimmer vermieten wollte, das sie aber dann doch nicht annahm. Es war echt eine lustige Runde. Höhepunkt war, als eine Gruppe angetrunkener Engländer, von denen ebenfalls einer sehr gut deutsch sprach, ein kleines Spiel mit einem der Mädels spielen wollte. Sie sollte mit verbundenen Augen durch das richen an drei verschiedenen Köpfen herausfinden, welcher der rothaarige (ginger) ist. Der Gag war, dass die Jungs ihr die Achseln hinhielten, der größte Gag war, dass Judith trotzdem richtig geraten hatte. Der Wetteinsatz war ein Runde für den Tisch....Cheers!
Die Erkenntnis des heutigen Tages liegt darin, dass Cambridge vom Wasser aus sehr schön ist. Es gibt hier Boote, die wie in Venedig aussehen und genauso mit einem langen Staab, den man vom Grund abstößt, angetrieben werden. Die Engländer nennen das "punting", was leo mit "Steckkahn fahren" übersetzt. Also war ich heute Steckkahn fahren, und genoss eine super Aussicht auf die ehrwürdigen und alten Gebäude.
Ich bin grade am überlegen, ob ich nicht evtl doch öfter schreiben sollte. Muss mal sehen. Die ersten Tage waren echt super hier, ich habe unglaublich viele neue Menschen kennengelernt, leider habe ich mir fast keine Namen merken können. Und das, obwohl ich die Namen schon immer wiederhole, wenn mir jemand vorgestellt wird. Das Schöne ist, dass sowohl am Samstag Abend als auch vorhin alle im selben Boot sitzen. Jeder ist neu hier, und es gibt keine gewachsenen Gruppen. Man lernt sehr schnell neue Leute kennen.
Ansonsten habe ich dem Milton FC geschrieben, und werde, sobald meine Fußballschuhe und -noch viel wichtiger- die guten alten Addidas-Schienbeinschoner, die auch den Köchel umschließen hier eintreffen mal zum Training gehen. Ich halte Euch auf dem Laufenden, für morgen ist erst mal mein eigenes Zimmer putzen angesagt, bevor es am Di zum Goethe-Institut nach London geht.
Der Samstag Abend war sensationell, ich traf erst Karo, eine Komillitonin aus Wü die hier studiert, dann trafen wir Antonia, eine Kommillitonin aus Wür die auch Assistant Teacher ist. Antonia hatte zwei weitere Assistants dabei, eine Österreicherin und eine Spanieren. Also machten wir uns auf in einen Pub, wo wir einen gemütlichen Abend verbrachten. Später kamen noch weitere Menschen hinzu, die Freunde eines Mitbewohners, oder jemand der Antonia ein Zimmer vermieten wollte, das sie aber dann doch nicht annahm. Es war echt eine lustige Runde. Höhepunkt war, als eine Gruppe angetrunkener Engländer, von denen ebenfalls einer sehr gut deutsch sprach, ein kleines Spiel mit einem der Mädels spielen wollte. Sie sollte mit verbundenen Augen durch das richen an drei verschiedenen Köpfen herausfinden, welcher der rothaarige (ginger) ist. Der Gag war, dass die Jungs ihr die Achseln hinhielten, der größte Gag war, dass Judith trotzdem richtig geraten hatte. Der Wetteinsatz war ein Runde für den Tisch....Cheers!
Die Erkenntnis des heutigen Tages liegt darin, dass Cambridge vom Wasser aus sehr schön ist. Es gibt hier Boote, die wie in Venedig aussehen und genauso mit einem langen Staab, den man vom Grund abstößt, angetrieben werden. Die Engländer nennen das "punting", was leo mit "Steckkahn fahren" übersetzt. Also war ich heute Steckkahn fahren, und genoss eine super Aussicht auf die ehrwürdigen und alten Gebäude.
Ich bin grade am überlegen, ob ich nicht evtl doch öfter schreiben sollte. Muss mal sehen. Die ersten Tage waren echt super hier, ich habe unglaublich viele neue Menschen kennengelernt, leider habe ich mir fast keine Namen merken können. Und das, obwohl ich die Namen schon immer wiederhole, wenn mir jemand vorgestellt wird. Das Schöne ist, dass sowohl am Samstag Abend als auch vorhin alle im selben Boot sitzen. Jeder ist neu hier, und es gibt keine gewachsenen Gruppen. Man lernt sehr schnell neue Leute kennen.
Ansonsten habe ich dem Milton FC geschrieben, und werde, sobald meine Fußballschuhe und -noch viel wichtiger- die guten alten Addidas-Schienbeinschoner, die auch den Köchel umschließen hier eintreffen mal zum Training gehen. Ich halte Euch auf dem Laufenden, für morgen ist erst mal mein eigenes Zimmer putzen angesagt, bevor es am Di zum Goethe-Institut nach London geht.
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