Back in Cambridge

Veröffentlicht auf von Florian Kemmer

Zu allererst möchte ich die Gelegenheit nutzen, Euch allen ein gutes neues Jahr zu wünschen, sofern nicht schon persönlich geschehen! Mein Aufenthalt zuhause wurde der erwatete Hit, ich weiß gar nicht, wie ich es geschafft habe, so viele Menschen in so kurzer Zeit zu treffen. Diese herzlichen und schönen Wiedersehen, diese Erlebnisse mit lieben Menschen und guten Freunden haben mir deutlich gemacht, wo ich hin gehöre. Dem zum Trotz blieb die erwartete Januar-Depression bei meiner Rückkehr aus. Zu sehr ist es ein Traum von mir gewesen, hier zu sein, andere Erfahrungen zu sammeln. Meine Rückreise verlief in Deutschland problemlos, nach Frankfurt mit der Bahn und nach Hahn mit dem Bus, die Ryanair –Verspätung hatte aber zur Folge, dass ich den Bus um 0.00 Uhr nicht bekommen habe. Dummerweise war der Bus um 1.00Uhr nach Cambridge ausgebucht, so dass ich bis 2.25 Uhr auf meine  Bus warten mußte. Ankunft in Cambridge 3.15 Uhr, wo mich mein Rad, diese treue Seele in Empfang nahm und wir nach Milton radelten. 4.00 Uhr. Wecker:7.00 Uhr -> was für ein Spaß! Zu allem Überfluß lud mich Fraser per Sms persönlich zum Training ein, was ich ihm aufgrund meines Pflichtbewußtseins nicht abschlagen konnte. Also 19.00 Uhr Fußballtraining. Schon auf der Fahrt erzählte Darlow vom letzten Training, das ich verpaßt hatte, mit dem Ex-Marine. Er hoffte nur, dass der nicht wieder kommen würde. Aber er kam. Und er trainierte uns. Mit Fußball hatte das wenig (NEIN, NICHTS!) zu tun. Erst stellte er uns die Himmelsrichtungen vor, und dann begannen wir zu laufen. Eigentlich liefen wir die ganze Zeit. Dann rief er uns kurze Militärkommandos zu, JUMP! DOWN! KNEES! Oder einfach mal eine Himmelsrichtung (die ich natürlich vergessen hatte) um uns ihr zuzuwenden. Also auf deutsch gesagt war es eine ganz schöne Schinderei, und ich war froh als der Marine mit uns fertig war. Der Plan ist, dass wir jetzt alle zwei Wochen einen anderen Trainer haben. Wie diese dann einen roten Faden in ein Gesamtkonzept bringen wollen, ist mir zwar schleierhaft, aber ich weiß jetzt, wenn Fraser eine sms zum Training schreibt, ist Marine-time. Hat mir Darlow gesagt, und es macht Sinn!

Das vorherrschende Thema dieser Woche ist Kälte und Schnee. England kommt mit Temperaturen unter null Grad über einen längeren Zeitraum einfach nicht klar. Schon beim ersten Schneefall noch vor Weihnachten fiel prompt die Schule aus. Hier in meinem Zimmer legt die Kälte die Isolationskünste der Britten schonungslos offen. Normalerweise denke ich wegen dem Luftzug, ich sitze neben einem gekippten Fenster. Bei diesen Temperaturen denke ich, es ist offen! Zu allem Überfluß wird die Heizung zentral gesteuert, d.h. morgens und abends gehen nach Programmierung alle Heizkörper des Hauses an. Tagsüber sind alle aus, und auch am Heizkörper selbst kann man die Temperatur nur regeln, wenn er warmes Wasser vom Brenner bekommt. Ich kann den Heizkörper in meinem Zimmer also nicht einschalten, ich kann nur an der Fernbedienung für den Brenner den Zauberknopf drücken, dann gehen ALLE Heizkörper im Haus an! Das ist doch mal ein Energiesparmodel! Vergangenes Wochenende habe ich zum zweiten Mal Thorsten Dufner (=Duffi) in Ipswich besucht. Im Gegensatz zu mir residiert Duffi in einem Haus, das er des öfteren für sich allein hat, was er dazu nutzt, Kolleginnen und Kollegen einzuladen. So auch vergangenen Samstag. Wir saßen bei Duffi in der Bude, tranken das ein oder andere Bier und hatten einfach einen super Abend!

Kommende Woche: Heino ist zur Zeit in London, und ich werde mich wohl mal auf ein Bierchen mit ihm treffen! Ich halte Euch auf dem Laufenden…         



Duffi - altaThorsten Dufners Wohnung
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